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Montag, September 25, 2006

G'schichten aus der verkehrten Welt

Vorm Bäcker gibt es ein anderes grenzwertiges Schauspiel: Ein kleiner Junge und sein Opa (?) kommen überhaupt nicht miteinander klar: der Kleine versteckt sich oder läuft weg und sein Opa japst mit knarriger, gellender Stimme genervt Befehle hinter ihm her: "Komm her!", "Lass dass!" usw. Die Beiden hab ich schon öfter beobachtet, und der Alte ist nur überfordert mit dem Wirbelwind. Dann hat er ihn eingefangen und schlägt ihm unter beifälligen Bemerkungen der umstehenden Hackenporsche-Omas ("So was freches" und "Dem fehlt mal ne ordentliche Tracht Prügel") auf die Hand ...

Vorm Saturn fällt mir eine ältere Frau auf, die dezent Mülleimer nach Pfandflaschen durchsucht. Das stimmt mich ja schon traurig, aber noch stärker nimmt mich ihr Blick auf einen vorbeigehenden Pfandflaschentrinker mit: Mit einer Mischung aus Jagdinstikt und Abhängigkeit verfolgt sie ihn mit den Augen, um zur Stelle zur sein, wenn er die Flasche in einen Mülleimer wirft.

Ist das schon das große Elend in D. oder geht es ihr so lala und das Pfandgeld ist ein Zusatzeinkommen, um einen Kaffee ausser der Reihe oder Stück Kuchen zu finanzieren, das sonst nicht drin wäre?

In der taz gibt's einen schönen Überblick über die St.Pauli-Blogger (mirror) mit interessanten Links zu deren Blogs.

Erstellt von tixus um 9:43 AM Kategorien:
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