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Mittwoch, November 18, 2009

Hinrichtungen in der DDR

Was so alles ans Licht kommt, Jahre danach: 64 Menschen wurden standrechtlich erschossen:

Die Todesstrafe in der DDR: 64 Menschen wurden in der zentralen Hinrichtungsstätte in Leipzig exekutiert. Das letzte Opfer ist Werner Teske: Doktor der Volkswirtschaft – und Stasi-Spion. Der Hauptmann des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) wird wegen „schwerwiegenden Landesverrats“ von einem Militärgericht zum Tode verurteilt.

Mielke ist im O-Ton zu hören: Die werden weggemacht, ohne Gnade. Es wird sogar nach DDR-Recht Rechtsbeugung (er hätte nur bei vollendetem Verrat die Todesstrafe bekommen können) begangen, Totenscheine werden gefälscht und die Angehörigen jahrzehntelang im Ungewissen gelassen. Leider ist der Begleittext mal wieder boulevardesk verkürzt: "Sein Vergehen: Teske hatte mit dem Gedanken gespielt, in den Westen zu fliehen." Richtig ist, dass er hatte geheime Unterlagen gesammelt hat, um sie als Eintrittsgeld für den Westen zu benutzen. Damit hätte er evlt. auch anderen schaden können. Dafür verdient er keinesfalls den Tod, eine Straftat war es aber.

Das der eigene Staat einen dazu bringt, ist die große Klammer um diese Tragödie.

Erstellt von tixus um 9:04 PM Kategorien: Gesellschaft
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